Bayerische Alpen ohne Auto: Die besten Orte mit Bahn

von Acreisekernlearndeutschnowde
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Eine entspannte und umweltfreundliche Anreise in die Bayerischen Alpen mit Bahn und Bus ist einfacher, als viele vermuten – besonders mit dem Deutschlandticket für Touristen. Zahlreiche Wanderwege lassen sich gezielt mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Dabei stehen viele abwechslungsreiche Touren zur Auswahl, die ohne eigenes Auto gut zugänglich sind. Einige Routen sind sogar ausschließlich auf diese Weise erreichbar und bieten besondere Naturerlebnisse abseits der üblichen Wege.

Vom Allgäu bis nach Füssen

Oberstdorf und Allgäuer Hochalpen

Die Region rund um Oberstdorf zählt zu den besten Ausgangspunkten für Wanderungen in den Allgäuer Alpen. Die Anreise erfolgt bequem mit der Bahn über Immenstadt. Besonders positiv fällt auf, dass der Ort stark auf Mobilität ohne Auto ausgerichtet ist. Ein enges Netz an Busverbindungen bringt Besucher bis tief in die Täler. Einige Gebiete sind für den Individualverkehr eingeschränkt oder gar nicht zugänglich, werden jedoch durch spezielle Bergsteigerbusse erschlossen. Dadurch entstehen zahlreiche Möglichkeiten für Touren in den Allgäuer Hochalpen, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Besonders eindrucksvoll sind Routen wie der Aufstieg zum Großen Krottenkopf, der ausschließlich per Bus erreichbar ist.

Oberstdorf und Allgäuer Hochalpen

Füssener Land

Füssen liegt in einer vielseitigen Region, in der sich das Allgäu, das Ammergebirge und das Außerfern treffen. Die umliegenden Berge bieten Touren für unterschiedliche Ansprüche, von entspannten Wanderungen bis hin zu anspruchsvolleren Strecken. Die Anreise ist grundsätzlich mit der Bahn möglich, dauert jedoch durch die kurvenreiche Strecke etwas länger. Busverbindungen stehen ebenfalls zur Verfügung, sind jedoch nicht immer ideal auf die Zugzeiten abgestimmt. Da Füssen ein beliebtes Ziel für internationale Gäste ist, kann es in der Hauptsaison zu hohem Andrang in öffentlichen Verkehrsmitteln kommen.

Ammergebirge

Auch das Ammergebirge bietet abwechslungsreiche Landschaften und zahlreiche Wandermöglichkeiten. Die Region ist bekannt für ihre ruhigen Wege und weiten Naturflächen, die besonders für Besucher interessant sind, die fernab vom Trubel unterwegs sein möchten.

Ammergebirge

Das Ammergebirge bietet viele Möglichkeiten für Wanderungen, die gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Von der Außerfernbahn aus lassen sich direkt Touren starten, etwa zum Daniel, dem höchsten Gipfel dieser Region. Die Strecke führt durch abwechslungsreiche Landschaften und eröffnet beeindruckende Ausblicke.

Ammergebirge

Auch die Werdenfelsbahn trägt dazu bei, dass die Randbereiche des Gebirges gut zugänglich sind. Sie verläuft durch das Loisachtal und verbindet Orte wie Garmisch-Partenkirchen, Ehrwald und Reutte in Tirol. Ergänzt wird das Netz durch Nebenstrecken nach Oberammergau sowie in Richtung Füssen. Schwieriger gestaltet sich hingegen die Anreise ins zentrale Gebirge, wobei eine Busverbindung bis zum Schloss Linderhof im Graswangtal besteht.

Trotz dieser Einschränkung bietet das Ammergebirge viele attraktive Wanderrouten. Besonders gute Startpunkte sind Orte wie Unterammergau, Oberammergau sowie die Gemeinden entlang der Loisach oder entlang der Bahnlinie im Außerfern.

Werdenfelser Land und Kocheler Berge

Das Werdenfelser Land umfasst bekannte Orte wie Garmisch-Partenkirchen, Grainau, Mittenwald und Wallgau. Die Region erstreckt sich über verschiedene Gebirgszüge, darunter Teile der Ammergauer Alpen, des Karwendels, der Kocheler Berge sowie des Wettersteingebirges.

Die Anbindung an das Bahnnetz ist hier besonders gut. Mit der Werdenfelsbahn erreicht man viele Ausgangspunkte für Wanderungen. Ergänzend verbindet eine Buslinie die Orte Kochel am See, Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen. Dadurch lassen sich zahlreiche Touren planen, ohne auf ein eigenes Fahrzeug angewiesen zu sein.

Werdenfelser Land und Kocheler Berge

Isarwinkel, Tegernsee und Schliersee

Unterwegs in einer vielseitigen Region

Auch abgelegene Orte wie der Riederecksee in den Tegernseer Bergen lassen sich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen. Mehrere Linien der Bayerischen Regiobahn verbinden das Oberland vom Isarwinkel über den Tegernsee und Schliersee bis ins Leitzachtal. Die Züge starten in München, fahren über Holzkirchen und verzweigen sich anschließend in Richtung Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell. Dabei werden die Zugteile unterwegs getrennt, sodass man je nach Ziel in unterschiedliche Richtungen weiterfährt.

Da die Täler relativ nah beieinanderliegen, bieten sich Wanderungen von einem Gebiet ins andere an. Beliebt ist beispielsweise eine Tour vom Schliersee über die Gindelalm bis zum Tegernsee. Für die Anreise kommen verschiedene Tickets infrage, etwa das Bayern-Ticket oder ein günstigeres Angebot der Regiobahn. Beide gelten unter der Woche erst ab dem Vormittag, wobei beim regionalen Ticket Busfahrten nicht enthalten sind.

Isarwinkel

Im Isarwinkel sind die Verbindungen unterschiedlich gut ausgebaut. Die Bahnstrecke endet in Lenggries, von wo aus Busse zur Brauneckbahn fahren. Damit lassen sich Touren rund um das Brauneck oder zur Benediktenwand gut planen. Weniger häufig werden abgelegene Täler wie die Jachenau bedient. In Richtung Karwendel fährt während der wärmeren Monate ein spezieller Bergbus, der jedoch nur wenige Verbindungen pro Tag anbietet.

Isarwinkel

Tegernseer Berge

Am Tegernsee ist die Anbindung besser organisiert. Vom Bahnhof aus bestehen mehrere Busverbindungen in die umliegenden Orte und Täler. Eine Linie führt rund um den See, während andere Strecken in Richtung Wildbad Kreuth oder zur Wallbergbahn verlaufen. Trotz gelegentlichem Verkehrsaufkommen lassen sich viele Wanderziele in dieser Region gut erreichen.

Schliersee und Leitzachtal

Die Bahnlinie zum Schliersee und weiter nach Bayrischzell erschließt große Teile der Schlierseer Berge sowie das Gebiet rund um den Wendelstein. Auch das bekannte Wandergebiet am Spitzingsee gehört dazu. Vom Schliersee fahren regelmäßig Busse hinauf zum Spitzingsee, sodass viele Touren bequem erreichbar sind. Eine Verbindung in die Valepp steht nach längerer Pause seit 2025 wieder zur Verfügung und erweitert die Möglichkeiten für Ausflüge in dieser landschaftlich reizvollen Gegend.

Bayerisches Inntal bis Kufstein

Anreise entlang des Inntals

Die Bahnstrecke durch das Inntal in Richtung Kufstein verbindet seit vielen Jahren die Stadt Rosenheim mit den umliegenden Bergregionen. Auf der westlichen Seite des Inns liegen bekannte Gebiete wie das Wendelsteingebiet und die Brandenberger Alpen, während sich auf der anderen Seite die Chiemgauer Alpen und das Kaisergebirge erstrecken. Da die Bahnlinie westlich des Flusses verläuft, sind diese Gebiete besonders gut erreichbar. Von Kufstein aus eröffnen sich viele Möglichkeiten für Ausflüge in die umliegenden Berge.

Anreise entlang des Inntals

Wendelsteingebiet

Das Gebiet rund um den Wendelstein umfasst mehrere bekannte Gipfel wie den Riesenkopf, den Brünnstein und das Trainsjoch. Viele Wanderungen starten direkt an den Bahnhöfen Brannenburg, Flintsbach oder Oberaudorf. Während der warmen Monate fährt eine Ringlinie, die verschiedene Ausgangspunkte miteinander verbindet und Wanderer bequem zu ihren Touren bringt. Ein besonderes Highlight ist die Fahrt mit der Wendelstein-Zahnradbahn, die spektakuläre Ausblicke während der Auffahrt bietet.

Kufstein und das Kaisergebirge

Rund um Kufstein zeigt sich die alpine Landschaft in großer Vielfalt. Klare Bergseen, enge Schluchten, weite Täler und markante Gipfel prägen das Bild dieser Region. Einige Wanderwege beginnen direkt im Stadtgebiet, etwa in Richtung Kaisertal oder auf den Pendling. Für weitere Ziele steht ein gut organisiertes Busnetz zur Verfügung, das viele Orte in der Umgebung verbindet und eine flexible Planung von Ausflügen erlaubt.

Chiemgau und Chiemgauer Alpen

Gute Anbindung für Wanderfreunde

Der südliche Chiemgau ist über die Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg gut erreichbar. Von Prien am Chiemsee und Traunstein führen Nebenlinien weiter in die Bergregionen. An den Endpunkten stehen Busverbindungen bereit, die Reisende bis in abgelegene Täler bringen. Auch der nördliche Teil der Region ist erschlossen, unter anderem durch die Bahnlinie zwischen Endorf und Obing, die in den Sommermonaten wieder in Betrieb ist. Zwar wurde die bekannte Chiemsee-Ringlinie eingestellt, dennoch bleibt das Verkehrsnetz insgesamt gut ausgebaut und bietet viele Möglichkeiten für eine Anreise ohne eigenes Fahrzeug.

Die Regionalzüge im Chiemgau gehören zur Bayerischen Regiobahn. Für Fahrten ohne Bus bietet sich ein günstiges Tagesticket an, das werktags ab dem Vormittag gültig ist.

Aschau und Priental

Der Ort Aschau liegt malerisch am Fuße der Kampenwand und ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen. Von Prien am Chiemsee fährt regelmäßig eine kleine Bahn ins Priental. Weiter in Richtung Sachrang geht es mit dem Bus. Viele Touren beginnen jedoch direkt am Bahnhof in Aschau, sodass keine weitere Anreise nötig ist.

Aschau und Priental

Achental

Östlich des Prientals befindet sich das Achental mit bekannten Gipfeln wie dem Hochgern. Buslinien verbinden wichtige Orte und bringen Wanderer zu zahlreichen Startpunkten. Die Verbindungen führen unter anderem von Prien und Übersee über Marquartstein bis nach Schleching und Reit im Winkl. Von dort bestehen weitere Anschlüsse in benachbarte Regionen.

Ruhpolding und Umgebung

Eine weitere Bahnstrecke führt von Traunstein nach Ruhpolding. Von hier aus gibt es regelmäßige Busverbindungen in die umliegenden Gebiete, darunter auch in Richtung Reit im Winkl und zu den bekannten Seen der Region. Verbindungen nach Inzell ermöglichen den Übergang in Richtung Bad Reichenhall, sodass sich viele Touren flexibel planen lassen.

Bad Reichenhall und Berchtesgaden

Anreise und Lage

Die Bahnstrecke von Freilassing über Bad Reichenhall bis nach Berchtesgaden führt durch eine kurvenreiche Landschaft, weshalb die Züge eher gemächlich unterwegs sind. Dadurch dauert die Anreise etwas länger, besonders für Besucher aus München oder Rosenheim. Dennoch lohnt sich der Weg, denn die Region zählt zu den eindrucksvollsten Gebieten in den Bayerischen Alpen.

Reichenhaller Berge

Bad Reichenhall liegt zwischen den Chiemgauer Alpen und den Berchtesgadener Alpen und ist ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen. Viele Touren beginnen direkt an den Bahnhöfen entlang der Strecke. Busverbindungen führen unter anderem in den nahegelegenen Ort Inzell. Dadurch ergeben sich abwechslungsreiche Möglichkeiten, wie etwa Wanderungen durch die Weißbachschlucht, die für ihre beeindruckende Natur bekannt ist.

Reichenhaller Berge

Berchtesgadener Alpen

Die Region rund um Berchtesgaden und Ramsau legt großen Wert darauf, Besucher zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen. Zu beliebten Zielen wie dem Königssee fahren regelmäßig Busse. Der Nationalpark Berchtesgaden, als einziger seiner Art in den deutschen Alpen, zieht viele Naturfreunde an und steht unter besonderem Schutz.

Auch abgelegenere Orte sind mit speziellen Buslinien erreichbar. Ein Beispiel ist die Verbindung vom Hintersee zur Saalach, die Zugang zu weniger frequentierten Gebieten bietet. Einige Ziele, darunter das Kehlsteinhaus, sind ohnehin nicht frei mit dem Auto erreichbar. Dadurch bietet sich die Region besonders für Reisen ohne eigenes Fahrzeug an und ermöglicht intensive Naturerlebnisse in einer ruhigen Umgebung.

Fazit

Die Bayerischen Alpen zeigen, dass ein Urlaub auch ohne eigenes Fahrzeug bestens funktionieren kann. Dank gut ausgebauter Bahnstrecken und Busverbindungen lassen sich viele Täler, Seen und Wandergebiete bequem erreichen. Oft beginnen Touren direkt an Bahnhöfen oder Bushaltestellen, sodass lange Wege entfallen.

Wer sich für bayerische Alpen ohne Auto entscheidet, erlebt die Region auf eine entspannte Weise und entdeckt Orte, die mit dem eigenen Wagen teilweise gar nicht zugänglich sind. So wird die Reise nicht nur erholsam, sondern auch besonders naturnah und bewusst gestaltet.

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